Positiv oder negativ?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Testergebnis lediglich um eine Momentaufnahme. Der Schnelltest, der in Apotheken, Schulen und sog. "Drive-Thru-Testzentren" verwendet wird, ist weniger genau als der PCR-Test, der in Laboren durchgeführt wird. Daher sollte bei Vorliegen eines Schnelltestergebnisses auch an die Möglichkeit eines "falsch-negativen" bzw. "falsch-positiven" Ergebnisses gedacht werden.

Theoretisch könnte eine Person beispielsweise ein falsch-negatives Ergebnis erhalten, wenn die Viruslast, also die Menge an Viren am Abstrichort, unterhalb der Nachweisgrenze liegt, obwohl diese Person bereits infiziert ist. Daher ist es in jedem Fall wichtig, auch bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Dennoch ist davon auszugehen, dass bei einem negativen Testergebnis die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu infizieren, selbstverständlich geringer ist als bei einem positiven Ergebnis.

Aber auch falsch-positive Ergebnisse können bei Schnelltests resultieren; beispielsweise bei falscher Handhabung des Tests. Daher sollten diese Tests immer von eingewiesenen Personen durchgeführt werden.  Ein Test kann aber auch dann positiv ausfallen, wenn die getestete Person bereits mit dem Virus infiziert war/ist, und der Virus noch immer nachweisbar ist. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Person dann noch infektiös ist, also andere Personen noch anstecken kann. [1]

Ein positives Testergebnis muss von der Apotheke allerdings in jedem Fall an das Gesundheitsamt gemeldet werden! In diesem Fall sollte die Person einen PCR-Test beim Arzt durchführen und sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben.

Gelangen Sie hier zum Merkblatt des Landes BW zu einem positiven bzw. negativen Ergebnis


[1] Cevik et al., SARS-CoV-2, SARS-CoV, and MERS-CoV viral load dynamics, duration of viral shedding, and infectiousness: a systematic review and meta-analysis, The Lancet Microbe 

Volume 2, ISSUE 1, e13-e22, January 01, 2021